fairwork Prädikat
Das fairwork-Prädikat - Qualität gewinnt
Kurz und Knapp - Was ist das fairwork-Prädikat?
Das fairwork-Prädikat steht als Symbol für faire Einstiegsbedingungen von Absolventen bei fairen Arbeitgebern. Es ist ein Aushängeschild für faire Arbeitgeber, die faire Praktika und Berufseinstiegsprogrammen (BEP) bieten. Es dient Studenten und Absolventen als Erkennungsmerkmal für faire Arbeitsbedingungen. Das fairwork Prädikat ist eine moralische Mahnung an Arbeitgeber, Absolventen zu fairen Bedingungen zu beschäftigen. Unternehmen, die das Prädikat erhalten, erfüllen die von fairwork e.V. aufgestellten Richtlinien und erklären sich zu einer Überprüfung durch fairwork bereit.
3-Stufen: fairwork grün, fairwork orange, fairwork gelb
Das fairwork-Prädikat hat drei Abstufungen. Firmen und Unternehmen, die faire Praktika bieten erhalten fairwork grün.
Firmen und Unternehmen, die Berufseinstiegsbedingungen nach den Prädikats-Richtlinien bieten, tragen das Prädikat fairwork orange.
Mit Beantragung des Prädikats und der Überprüfung durch fairwork e.V. bekommen die Antragssteller vorläufig fairwork gelb, das ausweist, dass sich das Unternehmen noch in der Prüfungsphase befindet.
fairwork grün
Unternehmen und Betriebe, die Studenten faire Praktika bieten, können das fairwork grün-Prädikat beantragen. Folgende Richtlinien müssen dabei erfüllt werden:
- Praktika sind Lernverhältnisse. Folglich dürfen Unternehmen nur Personen als Praktikanten beschäftigen, die sich noch in oder vor der Ausbildungsphase (Ausbildung oder Studium) befinden
- Faire Praktika dauern - soweit die Studienordnung nichts anderes vorschreibt -maximal drei Monate
- Der Praktikant erhält einen Arbeitsvertrag, der Dauer, Arbeitszeit, Arbeitsort, Praktikumsinhalte sowie Lernziele beinhaltet und einen Praktikumbetreuer benennt
- Praktikanten erhalten eine Vergütung von mindestens 300 Euro monatlich.
- Nach Beendigung des Praktikums muss dem Praktikanten– innerhalb von sechs Wochen – ein qualifiziertes Zeugnis ausgestellt werden.
fairwork orange
Dieses Prädikat richtet sich an Unternehmen, die faire Berufseinstiegsprogramme (BEP) wie z.B. Volontariate oder Traineeships bieten. Um dieses Prädikat zu erhalten, müssen folgende Kriterien erfüllt sein:
- BEP sind Berufseinstiegsprogramme und sollen nur an Absolventen vergeben werden.
- BEP sollten mindestens sechs Wochen bis maximal 18 Monate dauern.
- Der Berufseinsteiger erhält einen Arbeitsvertrag, der alle üblichen Angaben enthält.
- Einem BEP muss ein konkreter Ausbildungsplan zugrunde liegen, der bei BEP von einer Dauer von über sechs Monaten auch eine insgesamt mindestens sechswöchige überbetriebliche Weiterbildung beinhaltet. Aus dem Ausbildungsplan muss hervorgehen, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten der Absolvent im BEP noch erlernen soll.
- Jeder Absolvent, der ein BEP durchläuft, wird durch einen Mentor betreut.
- Absolventen, die ein BEP machen, müssen mit Tariflohn oder wenigstens dem Mindestlohn von 7,50/St. entlohnt werden.
- Der Berufsanfänger erhält am Ende des BEP zeitnah ein qualifiziertes Zeugnis.
Beantragung des Prädikats
Sie haben ein Unternehmen das faire Berufseinstiegsprogramme (BEP) oder faire Praktika bietet? Wenn Sie das Prädikat beantragen möchten, schicken Sie uns einfach folgende Unterlagen per E-Mail oder auf dem Postweg zu:
- Antrag für das fairwork Prädikat
- Kopie Ihres Praktikums- bzw. BEP-Vertrags
Falls Sie noch keinen Praktikums- oder BEP-Vertrag abgeschlossen haben - hier stellen wir Ihnen kostenlose Mustverträge zum Download zur Verfügung:
Nachdem der Antrag vollständig ausgefüllt bei fairwork e.V. eingegangen ist, erhalten Sie vorerst das fairwork-Prädikat gelb. Es gibt an, dass die Überprüfung läuft.
Wir prüfen dann, ob die Prädikatsrichtlinien erfüllt werden und sprechen mit Ihnen und Ihren Praktikanten bzw. Berufseinsteigern. Wenn alle Kriterien von Ihrem Unternehmen eingehalten werden, bekommen Sie Ihr Prädikat, das Sie für Ihre PR und Öffentlichkeitsarbeit verwenden können. Eine erneute Prüfung, auch vor Ort, behalten wir uns vor. fairwork e.V. wird im Rahmen der eigenen Öffentlichkeitsarbeit auf Sie als fairen Arbeitgeber hinweisen und Ihr Unternehmen auf der fairwork-Website empfehlen. Geplant ist zusätzlich, eine Stellenbörse für zertifizierte Unternehmen einzurichten.
Qualität kostet
Ein Gütesiegel wie das fairwork-Prädikat wird nur an Unternehmen vergeben, die sich bewusst dem Anspruch der Fairness stellen. Um die Qualität, Unabhängigkeit und Seriosität des fairwork-Prädikats zu gewährleisten, wird regelmäßig überprüft, ob sich das Unternehmen auch weiterhin an die Richtlinien für faire Praktika und BEP hält.
Durch diese Qualitätssicherung und Überprüfung entstehen Kosten, die der Verein aus sonstigen Spenden allein nicht tragen kann. Daher kostet die Beantragung des Prädikats und regelmäßige Überprüfung für Unternehmen unter 100 Mitarbeitern 119 Euro pro Jahr, für Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern auf Anfrage. Dieser Betrag kann aufgrund der Gemeinnützigkeit von fairwork e.V. vom Unternehmen als Spende abgesetzt werden.

